Zahlreiche Finanzprodukte haben sich in den vergangenen Jahren zu Angeboten des Alltages entwickeln können. Zu diesen gehört auch der Kontokorrentkredit. Obwohl zahlreiche Menschen in Deutschland über einen solchen verfügen, ist ihnen dieser Begriff kaum bekannt. So haben sich andere Bezeichnungen für diese Lösung durchsetzen können.

Der Kontokorrentkredit - ein Produkt des Alltages

Angeboten wird der Kontokorrentkredit von der Masse der Finanzunternehmen. Er wird ausschließlich unter bestimmten Voraussetzungen, die sich auf die finanzielle Situation des Kunden beziehen, gewährt.

Was ist der Kontokorrentkredit?

In Deutschland ist der Kontokorrentkredit überwiegend unter der Bezeichnung Dispo-Kredit bekannt. Dieser Begriff hat sich gerade in den letzten Jahren durchsetzen können und genießt so auch einen hohen Bekanntheitsgrad. Demnach fungiert der Kontokorrentkredit als Überziehungskredit. Er ist an ein Konto des Kunden gebunden. Überwiegend handelt es sich hierbei um das Girokonto einer Privatperson. Er wird auch Unternehmen für das Geschäfts- oder auch Firmenkonto angeboten.

Beim Kontokorrentkredit gewährt die Bank ihrem Kunden eine Kreditlinie. Hierbei handelt es sich um eine Maximalsumme. Diese gibt an, bis zu welchem Betrag der Kunde das eigene Konto maximal überziehen darf. Jederzeit kann dieser Betrag durch den Kunden genutzt werden.

Die Rückzahlung des Kontokorrentkredits

Bei den Rückzahlungsmodellen handelt es sich um eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale des Kontokorrentkredites, denn dem Kunden steht es prinzipiell frei, wann und in welchem Volumen das Darlehen getilgt wird. Zu beachten ist jedoch, dass es zu einer Kontosperrung kommen kann, wenn die Kreditlinie vollkommen ausgeschöpft wurde. In diesem Fall steht das Konto dem Kunden nicht mehr zur Verfügung.

Die Rückzahlung erfolgt durch Zahlungseingänge, sodass es überwiegend zu einer Verrechnung kommt. Die Höhe des Kontokorrentkredites ist von der Höhe des Einkommens des Kunden abhängig und richtet sich überwiegend nach dem Lohn. Somit fungiert er als Buchkredit, das heißt als ein Darlehen in laufender Rechnung.

Besonderheiten des Kontokorrentkredits

Da der Kontokorrentkredit mittlerweile von einem Großteil der Finanzunternehmen angeboten wird, lassen sich zwischen den einzelnen Möglichkeiten deutliche Unterschiede erkennen. Diese beziehen sich nicht mehr nur auf die Konditionen. In erster Linie lassen sich Differenzen bei den Laufzeiten erkennen. Durchschnittlich gewährt eine Bank einen Kontokorrentkredit für den Zeitraum von 6 Monaten. Im Anschluss kann dieser meist verlängert werden.

Überwiegend ist eine Prolongation kein Problem, da es sich beim Kontokorrentkredit um ein überaus lukratives Geschäft für die Banken handelt. Immerhin ist diese Finanzierung mit einem hohen Zinssatz versehen, der kaum mit denen der anderen verglichen werden kann. In den letzten Jahren hat sich der Kontokorrentkredit als Saisonkredit oder auch Zwischenkredit einen Namen machen können.